|
 |
 |
«Frauen, seid lieb zu meinen Jungs!»
punkt.ch Interview von Janette Kuster
Marco Fritsche, «Bauer, ledig, sucht...» wird ab Mitte November jeweils am Montag abend ausgestrahlt – und steht so in Konkurrenz zu den US-Serien.
Das ist tough. Die erste Staffel war auch deshalb so erfolgreich, weil sie mitten im Sommerloch lief. Ich hab echt Schiss, dass wir gegen die Serien verlieren und es dann heisst, der Fritsche macht das Format kaputt.
Wie kommen Sie mit den Bauern zurecht?
Wir haben ein kumpelhaftes Verhältnis. Sie finden es angenehm, dass ich rede wie sie und auch mal «Scheisse» sage. Ich habe sie alle schon sehr ins Herz geschlossen und hoffe, die Frauen sind lieb zu meinen Jungs.
Das tönt schon fast nach Freundschaft.
Ich war tatsächlich noch nie zuvor so emotional in eine Sendung involviert. Das hat auch Nachteile: Im Dossier über einen Bauer stand, er sei «der Kantige, der seine Tiere nicht so mag». Habakuk! Bei meinem Besuch sah ich, dass er seine Tiere liebt. Deshalb mag ich solche Schubladisierungen nicht.
Die gehören aber bei einer Dokusoap nun mal dazu.
Ich verlange nicht, dass die Welt gut ist. Aber es gibt einen Weg, der alle zufriedenstellt. Die Leute müssen in ihren Dörfern weiterleben können, man darf sie nicht für die Quote
in die Pfanne hauen so wie das etwa RTL tut.
Sie als Moderator können doch nichts dagegen tun.
Ich schaue schon, dass alles richtig läuft. Schliesslich will ich nach der Sendung noch mit jedem der Kandidaten ein Bier trinken können.
Neben «Bauer, ledig, sucht...» werden Sie auch «Sing&Win» auf 3plus moderieren.
Und anscheinend soll diese Show auch bereits im November starten. Wenns hoch kommt werde
ich noch zum Sven Epiney von 3plus und es gibt kein Entrinnen mehr vor mir.
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
«Fritsche verkuppelt Bauern»
St.Galler Tagblatt von Yvonne Bugmann
Der Tele-Ostschweiz-Moderator Marco Fritsche verhilft Bauern zu Liebesglück: Er moderiert die zweite Staffel «Bauer, ledig, sucht…» des Senders 3+. Die Serie startet am 17. November.
«Natürlich wird es auch zu einem Wettbewerb mit Andrea Jansen,
wer mehr Paare zusammenbringt», meint Marco Fritsche
schmunzelnd. Der Appenzeller
moderiert die zweite Staffel
der Erfolgsserie «Bauer, ledig,
sucht…», die ab 17.November auf
dem Sender 3+ ausgestrahlt wird.
Damit tritt er in die Fussstapfen
von Andrea Jansen, Moderatorin
der ersten Staffel. Keine leichte
Aufgabe: «Die Bauern waren am
Anfang masslos enttäuscht, als
nicht Andrea, sondern ich daherkam», sagt Fritsche. Inzwischen
verstehe er sich sehr gut mit den
Bauern. Dass Fritsche unverkrampft
ist und spricht, wie ihm
der Schnabel gewachsen ist, hat
ihm anscheinend die Sympathie
der Landwirte eingetragen.
Liebenswürdige Bauern
Die Zusammenarbeit mit den Bauern empfindet der quirlige
Moderator als angenehm. «Sie
sind liebenswürdig, unverstellt,
echt.» Auch schätzten es die Bauern,
mit einemMann über ihr Liebesleben
sprechen zu können.
3+ fragteMarco Fritsche für die
Moderation an, danach ging alles
sehr schnell. Zwei Wochen nach
der ersten Sitzung war der erste
Drehtag. Von der Seriewünscht er
sich, dass sie «ebenso glaubwürdig und authentisch
rüberkommt,
wie ich das beim Dreh erlebt
habe». Der Job mache ihm Spass,
er könne mit netten Leuten zusammenarbeiten.
«Es ist eineMischung
aus Sommerlager und
Schulreise.» Wobei er sofort anmerkt,
dass die Arbeit durchaus
auch anstrengend sei – zum Beispiel,
wenn er einen Bauern im
Wallis besuche und eine dreieinhalbstündige
Autofahrt auf sich
nehmenmüsse. Er findet auch das
Format spannend: «Gedreht wird
nicht im Studio, sondern draussen.
Publikum ist nicht dabei, die
Begegnungen finden in einem
intimen Rahmen statt.» Das sei
eine Herausforderung. Vor allem
die erste Sendung liegt ihm am
Herzen,da der erste Eindruck sehr
wichtig sei. «Ich will nicht,dass die
Leute denken: Läck, ist der doof.»
Edelweisshemd im Schrank
Für die Bauern wünscht er sich,
dass alle eine Frau finden. Er
komme mit allen gut aus und er
möge alle gern. Einer sei ihm besonders
sympathisch, der sei ein «richtiger Polteri» und gerade deshalb
sehr natürlich. Fritsche
wohnt selber in einem Bauernhaus
und ist auf einem Bauernhof
aufgewachsen. «Ich kann auch
alle Arbeiten wie Bschütten oder
Melken», meint er stolz. Den Bauerntyp
gäben ihm viele nicht,
doch er habe sehr wohl auch
Gummistiefel und ein Edelweisshemd
in seinem Schrank.
Wie sieht es nach den Dreharbeiten
für «Bauer, ledig,sucht…»
bei Fritsche aus? «Dann mache ich zuerst zwei Wochen Ferien in Südafrika;
das habe ichmir verdient.» |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
«Der Bauernfänger»
Schweizer Illustrierte von Katja Richard
Er weiss, was Bauern wollen: Marco
Fritsche, 32, verkuppelt ab dem
17. November Schweizer Landwirte in der
zweiten Staffel «Bauer, ledig, sucht …»
auf 3+. «Ich sehe mich aber nicht als
Kuppler, und ich werde mich hüten, in
Liebesdingen
Ratschläge zu geben. Das
tue ich auch privat nie.» Von Bauern
versteht der Ex-Viva-Moderator einiges,
schliesslich ist er selber fast einer. Marco
wuchs in Appenzell auf. Mit zwanzig
ging er nach Zürich, machte statt dem
Studium Karriere und frönte dem Partyleben.
Vor zwei Jahren zog es ihn allerdings
wieder zurück ins Appenzellerland.
Dort lebt er seither bei seiner Mutter im
Bauernhaus. «Ich verbringe so viel Zeit
wie möglich hier. Und mich dünkt, es
zieht immer mehr Junge ins Grüne.» Das
hippe Landleben ist für Fritsche mit ein
Grund, dass die Sendung mit den ledigen
Bauern so erfolgreich ist: «Es hat was
Echtes. Und es gibt nichts Herzigeres
als einen verliebten Bauern – einen
harten Kerl, der schmilzt wie Butter.»
Konkurrenz wird er seinen Kandidaten
keine machen: «Ich habe meinen Mann
längst gefunden.» |
 |
 |
 |
 |
 |
|
 |
|